DE/670827 - Brief an Mrinaline geschrieben aus Vrndavana


Letter to Mrinaline (Page 1 of 2)
Letter to Mrinaline (Page 2 of 2)


27. August 1967


Meine liebe Mrinaline,


Bitte nimm meine Segnungen an. Ich habe deinen Brief vom 22.08. erhalten, und danke dir vielmals dafür. Ich bin so froh, dass du zu Krishna zurückgekehrt bist. Krishna ist so gütig, dass Er uns, jeden, der aufrichtig zu Ihm kommt, nicht gehen lässt. Deshalb möchtest du Ihn nicht mehr verlassen. Diese Entscheidung wird dich zu deinem ewigen Leben der Glückseligkeit und des Wissens führen. Sicherlich warst du in deinem vergangenen Leben ein Devotee des Herrn, sonst hättest du nicht das Bedürfnis gehabt, in so jungen Jahren Nonne zu werden. Jeder, der eine natürliche Tendenz zur Ablehnung der Sinnesbefriedigung hat, gilt im geistigen Leben als fortgeschritten oder befreit. Deine Wertschätzung von Maya als falsch und Krishna als einzige Realität ist ein großer Vorteil. Niemand hat jemals etwas gewonnen, indem er ein Werkzeug in den Händen Mayas wurde, aber alle sind ewig glücklich geworden, indem sie Krishna dienten.

Das Gefühl, das du hattest, indem du mitfühlend für den gefallenen Kerl geworden bist, ist sehr gut, aber der beste Weg, einen solchen zu befreien, ist, sein ruhendes Krishna-Bewusstsein wiederzubeleben. Wenn du das kannst, dann gib ihnen gutes Essen und Unterkunft. Wenn du das nicht kannst, dann dient die einfache Versorgung mit Nahrung und Unterkunft Maya. Aber es gibt keinen Nutzen, Maya zu dienen, wie du weißt, da alles unecht, zeitweilig oder eine Illusion ist. Wir befassen uns mit der Realität, nicht mit Maya, und das sollte das Lebensziel sein.

Ich bin sehr froh zu erfahren, dass viele meiner Anhänger nach Indien kommen. Studenten, die hierher kommen werden, um Krishna-Philosophie als Wissenschaftler und Anhänger zu studieren, werden reichlich Gelegenheit haben. Mein Götterbruder Swami B.H. Bon hat zugestimmt, ihnen freie Unterkunft, Verpflegung und Unterricht zu geben, mindestens für zehn Schüler auf einmal. Sie sind also herzlich willkommen. Ich bemühe mich auch um ihre Konzession der Passage sowie um ein festes Zuhause in Vrindaban. Verlassen wir uns auf den Willen von Krishna.

Dein Brief ist sicherlich voller Sinn, denn ein K.B. Junge oder Mädchen kann nicht "Unsinnig" sein. Ich bin stolz darauf, Schüler wie dich zu haben, die frei denken, aber ihre Fehler korrigieren, indem sie mich ohne Einschränkung konsultieren. Ich fühle immer eine Trennung für euch allen. Möge Krishna uns helfen, uns wieder zu treffen.


Dein ewig wohlmeinender,

[unsigniert]

A.C. Bhaktivedanta Swami