DE/671214 - Brief an Rayarama geschrieben aus San Francisco


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INTERNATIONALE GESELLSCHAFT FÜR KRISHNA BEWUSSTSEIN, INC. 518 Frederick Street, San Francisco. Calif 94117 Telefon:564-6670

ACHARYA:SWAMI A.C. BHAKTIVEDANTA TREUHÄNDER: Larry Bogart James S. Greene Carl Yeargans Raphael-Balsam Robert Lefkowitz Raymond Marais Stanley Mogkowitz Michael Grant Harvey Cohen


S.F. 14/12/67


Mein lieber Rayrama,

Bitte nimm meinen Segen entgegen. Als ich in San Francisco bei meinen aufrichtigen spirituellen Söhnen, Töchtern und praktisch in meinem spirituellen Zuhause in den USA ankam, war ich so froh, euren ermutigenden Brief vom 23. Dezember 1967 zu erhalten. Ich habe dir bereits die Bedeutungen von jedem einzelnen Sloka geschickt, den du mir zur Korrektur geschickt hast. Ich hoffe, dass du sie bis dahin erhalten hast. Wenn nicht, schreibe mir bitte und ich werde dir ein weiteres Exemplar schicken.

Zu deinem vorletzten Absatz deines Antwortschreibens. Ich darf dir mitteilen, dass du nicht dumm sein kannst, wie du dich demütig ausgedrückt hast. Besser, ein ewiger Narr vor dem spirituellen Meister zu bleiben. Aber wenn ein Schüler tatsächlich ein Narr ist, dann spiegelt sich das auf den spirituellen Meister wider. Daran zu denken, ein Narr zu werden, ist die eigentliche Qualifikation für einen echten Schüler. Sobald man denkt, dass er der weisere Mensch als der spirituelle Meister geworden ist, ist man sicher verloren. Wir sollten ewig ein Narr vor dem spirituellen Meister bleiben. Nicht künstlich, sondern fühlend, und dann können wir echte Fortschritte erzielen. Sogar mein spiritueller Meister, ein großer Gelehrter, blieb ein sogenannter Narr vor seinem spirituellen Meister, der äußerlich ein ungebildeter Dorfbewohner war. So ist in der Absoluten Welt der Narr auch der Meister und der Meister ist auch ein Narr im gegenseitigen Austausch von Handlungen. Lord Chaitanya akzeptierte sich selbst auch als großen Narren vor seinem spirituellen Meister, und wir alle müssen dem transzendentalen Prozess folgen.

Was Miss Bowtell betrifft, so habe ich Ihnen bereits geschrieben. Wenn Pandit Rupavilasa Brahmacari dir in diesem Zusammenhang schreibt, kannst du ihm antworten. Wir können nicht direkt an Rupavilas Brahmacary schreiben. Wenn das Gaudiya Hauptquartier unsere Zusammenarbeit will, warum schreibt Miss Bowtell dann nicht Rupavilas Brahmacary. Andernfalls beenden wir die Verhandlungen, wir werden alles selbstständig machen. Ja, du ignorierst die Bitte von Miss Bowtell!

Sobald du das Geetopanisad-Geschäft abgeschlossen hast und die Angelegenheit an die MacMillan Co. übergeben wurde, beginnen wir unverzüglich mit der Arbeit am Bhagwatam. Bhagwatam muss fertig sein, bevor mein sterblicher Körper aufhört zu arbeiten, und deine Hilfe in diesem Zusammenhang wird sehr hilfreich sein. Du kannst vorerst mit dem Londoner Programm aufhören. Brahmananda geht in Kürze dorthin und nach seiner Rückkehr können wir alle zusammen nach London gehen und dort eine Niederlassung im großen Stil eröffnen, so auch in Amsterdam und in Berlin oder Moskau. Wir müssen die Weltbevölkerung vor dem Missverständnis von Nichtigkeit und Unpersönlichkeit bewahren. "Das Absolute ist fühlend, du hast bewiesen, hast dadurch alle unpersönlichen Katastrophen hinfort bewegt." Diese Linien wurden von mir meinem spirituellen Meister vorgestellt, und Er war sehr zufrieden mit mir. Laß mich dem gleichen Prinzip folgen und mein Guru Maharaj wird mich segnen. Ich habe immer meine guten Wünsche und Segen für euch alle, weil ihr in einer großen Mission zusammenarbeitet. Ich danke dir.

Dein immer Wohlwollender,

[signiert].

A.C. Bhaktivedanta Swami

N.B. Heute Abend habe ich deinen Anruf um 19 Uhr erwartet, aber ich konnte es nicht. Um 19.10 Uhr begann ich, meine Klasse dauerte 1 1/2 Stunden und dann verließ ich den Tempel.[handgeschrieben].